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100. Start-up am ESA BIC Hessen & Baden-Württemberg inkubiert!

Seit über 12 Jahren betreibt cesah ein ESA Business Incubation Centre (BIC) und fördert Start-ups mit Raumfahrtbezug – nun ist das einhundertste Gründungsteam ins ESA BIC Hessen & Baden-Württemberg eingetreten und wird am Standort Darmstadt durch cesah betreut. „Wir freuen uns über die Aufnahme in das ESA-BIC-Netzwerk. Die Tatsache, dass wir das einhundertste Start-up im ESA BIC Hessen & Baden-Württemberg sind, zeugt von einer langjährigen Erfahrung“, sagt Jan Kolmas, Mitgründer von SuperVision Earth. „Davon profitieren wir gerne, besonders in den Bereichen Netzwerk, Coaching, Fördermittelvergabe und Sichtbarkeit.“

Gemeinsam mit Karsten Wiertz, Sebastian Bussmann und Louis Baron von Freytag-Loringhoven hat Kolmas es sich zur Aufgabe gemacht, die Sicherheit von Gasinfrastruktur zu verbessern. Die Vier benutzen Satellitenbilder, um für ihre Kunden ganze Gasleitungsnetze zu kontrollieren und auf potentielle Risiken hinzuweisen. Raumfahrttechnologien sind essentiell für ihre Anwendung. In fünf Jahren wollen sie Technologieführer im Bereich Infrastruktur und Fernerkundung sein und Kunden auf der ganzen Welt haben.

„Unsere Start-ups leisten einen wichtigen Beitrag zur Kommerzialisierung der Raumfahrt. Wir sind stolz auf unsere Erfolgsbilanz und freuen uns, das hundertste Start-up begrüßen zu dürfen“, sagt Dr. Frank Zimmermann, Geschäftsführer des Centrums für Satellitennavigation Hessen (cesah) in Darmstadt. cesah betreibt gemeinsam mit seinen Partnern IHK Reutlingen und Airbus DS in Friedrichshafen im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA das ESA BIC Hessen & Baden-Württemberg.

Damit unterstützt cesah junge technologieorientierte Unternehmen und Neugründungen bei der technischen Entwicklung, Realisierung und Markteinführung neuer Produkte und Dienstleistungen mit Bezug zur Raumfahrt. Bis heute haben die geförderten Unternehmen über 550 Arbeitsplätze geschaffen. Neben dem Land Hessen, der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der Technischen Universität Darmstadt sowie der Hochschule Darmstadt wird cesah von zwei privatwirtschaftlichen Gesellschaftern getragen, der T-Systems International GmbH und der Telespazio VEGA Deutschland GmbH.

Pro Jahr werden am ESA BIC Hessen & Baden-Württemberg 18 Start-ups betreut, 10 davon in Darmstadt. Mit Eintritt ist SuperVision Earth Teil des europaweiten ESA-BIC-Netzwerks, das stetig wächst und mittlerweile 20 ESA BICs an 60 Standorten umfasst. Neben Zugang zum Netzwerk bekommen Start-ups am ESA BIC Hessen & Baden-Württemberg 50.000 EUR Fördergeld seitens ESA, DLR und den beiden beteiligten Bundesländern. Darüber hinaus erhalten sie  Unterstützung bei der unternehmerischen sowie technischen Entwicklung ihrer Applikation. In Darmstadt wird den Start-ups technische Unterstützung durch das Europäische Satellitenkontrollzentrum ESA/ESOC bereitgestellt.

Die Geschichte von SuperVision Earth zeigt, welche Unterstützung cesah mit dem ESA BIC Hessen & Baden-Württemberg von der Ideenkreation bis zur Unternehmensgründung bietet. Die vier Gründer haben sich bei einem „Hackathon“ zum Europäischen Erdbeobachtungssystem Copernicus kennengelernt. Die Innovationsveranstaltung wurde von cesah organisiert. Innerhalb von 24 Stunden sollten mehrere Teams eine ökonomisch rentable Anwendung zur Nutzung von Satellitendaten im Bereich Luftqualität, Brandschutz oder Infrastruktur entwickeln. Die Idee für SuperVision Earth wurde geboren. Das Team überzeugte die Jury und belegte den ersten Platz. Danach ging alles ganz schnell: Sie gewannen zwei weitere Pitch-Wettbewerbe, formierten sich als Start-up, fanden einen ersten Kunden, sicherten sich die Förderung durch das EXIST-Programm über die TU Darmstadt, bekamen Beratung durch das EU-Projekt „Astropreneurs“, an dem cesah aktiv mitwirkt, und ließen sich als GmbH eintragen. Nach einer erfolgreichen Bewerbung ist die Aufnahme in das ESA BIC Hessen & Baden-Württemberg am Standort Darmstadt nun der nächste große Schritt auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen.

16.10.19 13:17 Alter: 27 Tage